ralle balle kollektiv

[…] Ein Mitbringsel lag dem rasch Reisenden und noch rascher Denkenden besonders am Herzen: das Wort ralle-balle. Das hatte er vorher noch nie gehört. Mit Rabatz, sagte er, ist es nicht korrekt übersetzt. Nach einem besseren deutschen Ausdruck suchte er längere Zeit. Spät in der Nacht rief er mich an und fragte nach, ob ich meinerseits eine Übersetzung gefunden hätte. Es blieb bei ralle-balle. Es gehe darum, meinte [Stefan] Aust, den Unmut gegenüber der eigenen Regierung ungehemmt auszudrücken. […]“ (1)

ralle balle kollektiv ist ein offenes Kunst-Kollektiv, gegründet 2014 in Berlin. Wir realisieren Produktionen in wechselnden Konstellationen und erweitern unseren Kern für jedes Projekt um Künstler*innen und Künstler*, die ihre thematisch und inhaltlich passende Expertise mit einbringen. Ausgangspunkt für unsere künstlerischen Expeditionen sind die Themen Freiheit, Diversität und Eigenmächtigkeit.

ralle balle kollektiv hinterfragt gesellschaftliche Konventionen, sucht den Dialog und entwickelt daraus sinnliche Theateraufführungen, interdisziplinäre Performances und immersive Alltagsinterventionen. Wir kundschaften neue Darstellungs- und Erlebnisformen aus, um eine authentische Auseinandersetzung mit unserer intersubjektiven Realität aufzuspüren. Wir erschaffen in transparenten und kollektiven Arbeitsprozessen Zwischen- und Anderwelten und Visionen eines alternativen Alltags, um neue Perspektiven zu finden, Sehgewohnheiten zu unterlaufen und so Einfluss zu nehmen auf die Zukunft der Welt, in der wir leben.(www.ralleballe.de)
 

(1) „Ralle balle“ ist eine kurze Anekdote über die französische Streikkultur und den Zustand der „bricolage“ („Bastelei“) von Alexander Kluge aus dem Band „Das Bohren harter Bretter“ (Berlin 2011; S. 92f.)